2o11 – the next year year

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Das Aufregende an 2o11 ist definitiv die Tatsache, dass dieses Jahr prall gefüllt mit Vorbereitungen sein wird. Während bisher alles mit “Ach, is ja noch Zeit” brach liegen bleiben konnte, muss ich 2o11 den Pflug übers Feld schieben: Impfungen abholen, Ausrüstung einkaufen, Round the world Ticket buchen, Behörden- und Bankenmarathon. – Schon der Gedanke daran fühlt sich an wie Mentos in Cola.
Es wird also das Jahr, in dem ich an Geburtstagen, Feiertagen, stressigen Tagen und langweiligen Tagen immer daran denken werde, wo ich in genau einem Jahr sein werde, wie spät es dort sein wird, wie warm oder kalt, wie hoch, wie fremd, wie aufregend. Damit werde ich viele Menschen unendlich gern nerven. Und das Jahr wird schlaflose aber schöne Nächte bereit halten, wenn das alles immer verbindlicher wird. Dann werde ich mit Nervenflattern Knöpfe vom Bettbezug knubbeln und mir von Freunden die eigene Zurechnungsfähigkeit bestätigen lassen, Listen schreiben, was ich vermissen werde und mich fragen, was mich da geritten hat. Und ich werde Gründe an dünnen Haaren herbeiziehen, warum das alles nur eine Schnapsidee ist und verworfen werden sollte. Und wenn der Moment vorbei ist, kommt wieder dieses breite Grinsen ins Gesicht, wenn die Sonne morgens die Weltkarte in zwei Hälften teilt.
Dies ist der absolut indiskutabelste und wahnsinnigste Plan, den ich je geschmiedet habe und 2o11 wird das Jahr in dem der Plan in Stein gemeisselt wird. Und es wird ein Jahr, in dem ich alle großartigen Tage und Nächte mit Freunden und sogar die Familienfeiern bewusster genießen und die Erinnerungen daran in einer kleinen Schachtel aufheben werde. Und die Quadratur der Reise hat 2o11 auch mehr zu bieten: Kurven, Köpfchen und Kuchenstücke die geteilt werden wollen. Insofern wird sich noch mehr vom Rockzipfel der großen Schwester gelöst und sich im Sandkasten allein gegen Förmchendiebe gewehrt.

Thank you for this terrific birth, 2o1o and farewell! Welcome home, 2o11!

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