crossing borders

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Als ich diese Weltreise vor zweieinhalb Jahren vom Luftschloss-Level auf solides Fundament gehoben habe, war eines der Länder die ich unbedingt besuchen wollte, die USA. Nachdem mich New York vor zwei Jahren umgehauen hat, wollte ich sehen, was San Francisco und Los Angeles vermögen mit mir anzurichten. Nun stellt sich heraus, dass ich nicht den Hauch einer Ahnung hatte, was ein guter Grund ist, um in die Staaten zu fliegen.

dodgers

Die vergangenen 11 Tage sind so schnell an mir vorbeigerauscht, dass mich der Verdacht beschleicht, jemand hat am ganz großen Zeiger gedreht. Während dieser Zeit habe ich nichtsdestotrotz beide Stäte gesehen. Und beide waren atemberaubend auf ihre eigene Art. Ich hatte die besten Reiseführer, die dieses Land zu bieten hatte. Sie haben mich über die Golden Gate Bridge gefahren, zeigten mir unglaublich hohe Bäume, wir haben gemeinsam großartige Sonnenuntergänge gesehen, sie haben mich ihren phantastischen Familien vorgestellt, ich bin mit ihnen die Mission entlang gelaufen, den Hollywood Boulevard, sie haben mir Bel Air und ihre frühere Uni gezeigt (wo derzeit übrigens Real Madrid trainiert), sie haben mich berechtigter Weise zu einem Hike hoch zum Observatory gezwungen um einen atemberaubenden Blick über Los Angeles zu bekommen, sie haben mich in die Welt es japanischen Reis-Eis-Wunders entführt (Ich lote die Chancen aus, damit in Tulum einmal Geld zu machen.), sie haben mich an des Deutschen liebsten Fernsehstrand Malibu gefahren und sie haben mir sogar die Baseball-Regeln am lebenden Dodgers-Beispiel erklärt. Und wenn das alles wäre, wäre ich schon ein glücklicher kleiner Flummy. Aber ich war auch in Charlotte. Und sie haben mir gezeigt, dass sich Magie wiederholen lässt, sie haben mir die Stadt mit der Vespa gezeigt, sie haben die Kunst Geburtstags-Cookies zu backen formvollendet, sie haben mir Bier und das Gefühl, zu Hause zu sein, geschenkt.

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Ich habe mich in jeden dieser Orte schwer verliebt. Aber um ehrlich zu sein: Ich hätte diese Menschen am kältesten und hässlichsten Ort in Alaska treffen können, und ich hätte es geliebt, einfach weil ich diese Menschen um mich gewusst hätte. Ich hätte für immer bleiben können. Während dieser Reise habe ich kein Reiseland mit einem derart schweren Herzen verlassen. Vorher hat sich keine Stewardess erkundigt ob alles okay sei und mir ein Taschentuch in die Hand gedrückt. Und ernsthaft: In Sachen Abschiede bin ich die schlechteste Person auf Erden. Mein Herz ist für so etwas nicht gemacht. Ich muss also wirklich etwas ändern wenn das Herz weiterhin derart glüht. Ich habe absolut keine Ahnung wie die Geschichte enden wird. Alles, was ich weiß, ist, dass meine Vorstellungskraft gerade sehr kreativ (oder verrückt?) wird, wenn es ums Schmieden von Zukunftsszenarien geht. Vielleicht will ich auch einfach nur die Grenzen des Realisierbaren austesten. Aber vielleicht gibt es diese Grenzen auch nur in unseren Köpfen.

eduardo

ENGLISH

When I started planning this world trip, one of the countries that had to be visited was the States. Main reason for it was, that I really wanted to visit San Francisco and Los Angeles. Well, it turned out, that I had no idea what a good reason for entering the States was.

emma-and-daniel

The last 11 days passed so fast, that I’m pretty sure, somebody moved time fast forward. During these days I saw the two cities I wanted to see. And both of them were awesome in their own way. I had the best travel-guides on my side anyone could imagine. They passed with me Golden Gate Bridge, showed me incredible high trees, we shared amazing sundowners, they introduced me to their beautiful families, they showed me the Mission, Hollywood Boulevard, their universities, Bel Air, they forced me (thanks!) to do a simple hike to the observatory to get an amazing view over L.A., they showed me the world of Rice-Icecream-Balls (I figure out the chances of running this business in Tulum.), they drove me to the most important beach for Germans Malibu (sorry for freakin out there, Paolo!) and they even showed me the world of baseball. And thats not all: I was in Charlotte. And they showed me how magic can be repeated, they showed me the city during a vespa ride, they fullfilled the art of baking birthday-cookies, they gave me beer and the feeling of being home.

In the end, I fell in love with all the places I’ve seen during these days. But to be honest: I could have met them in the coldest and worst part of Alaska, and would have loved it. Just because I had these people around me. I could have stayed for ever. During this trip I never, never, never left a country with such a heavy heart and a stewardess asking me if everything is okay and giving me a tissue. And seriously, I’m the worst person who ever existed in leaving and saying goodbye. My heart is not made for situations like this. So I really have to change something. And I don’t know how this story ends. All I know is, that right now, my mind is getting more than creative (or crazy?) while thinking about options. Perhaps I just wanna check out the borders of reality. But perhaps there are only borders in our minds.

Pictures San Francisco
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Pictures Los Angeles
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Pictures THE PEOPLE
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8 thoughts on “crossing borders”

  1. Hallo meine Süße,
    ich bin ganz ergriffen wie gut du deine Gefühlswelt schilderst. Für mich zeichnet sich immer mehr ab, dass du erstens deine Reise verlängerst und zweitens sich der Gedanke des Auswanderns verfestigen könnte! Aber keine Angst an meinem Verhalten ändert sich nichts. Ich unterstütze dich bei allem was du tust, wenn es Hand und Fuß hat und wenn es dich glücklich macht. Das Herz ist schon ein anstrengendes Organ, es ist lebenswichtig und gleichzeitig kann es das Leben manchmal für Augenblicke unendlich schwer machen- Aber…..”es ist ein Muskel, den man trainieren kann”! Sonst wäre das alles gar nicht auszuhalten.
    In Liebe deine Mom

  2. Hallo Cinta,

    ich bin mittlerweile ein kleiner Junkie deiner Beitraege geworden 🙂 schaue fast taeglich, ob es was neues gibt!! Du schreibst sehr schoen und es gefaellt mir unheimlich gut, dass man bei deinen Reisebrichten nicht nur das Uebliche bla bla ueber schoene Straende und Durchfall-Eskapaden liest, sondern wirklich “mitfuehlen” kann, wie deine Reise verlaeuft. Bitte mach weiter so und reise weiterhin mit einem offenen Herzen 🙂

    Meine grosse Reise startet auch in einem Monat und deine Beitreage haben mir geholfen, mich mental auf viels vorzubereiten und mir Denkanstoesse gegeben!

    Lieben Gruss aus ( noch) Duesseldorf!
    Anna

  3. Toller Blog!!
    Wahnsinns-Videos und Fotos, daher meine Frage: Was ist das für eine unfassbare Kamera??
    Und wie und wo findest du die Zeit die Videos zu schneiden und hochzuladen?
    Wie lang geht die Reise noch? Wünsche dir weiterhin so viel Reichtum an Erfahrungen…
    Lena mit Fernweh

    1. danke. das ist die canon 600d. abgesehen davon, dass diese videos am ende jedes landes inzwischen liebgewonnene gewohnheit sind, ist immer zeit: nächte am flughafen, tage an denen man mal nichts mehr von der umgebung aufsaugen kann.. die reise geht wohl noch knapp ein jahr. aber so genau weiß man das nie. dankeschön!!!

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