travel-pregnancy

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Im achten Monat. Sieben Monate sind rum. Und dieses Reisebaby ist dermaßen in mir gewachsen, dass man die Klamotten, die früher so gut gepasst haben, abgelegt hat; und das sehr gerne. Rückblickend scheint es, als war damals alles so eng, so Tunnelblick, dass man von jetzt an da nie wieder hereinpassen will. Vor sieben Monaten saß man im Flieger, der Test positiv, sich dafür entschieden, wissend, dass von nun an alles anders wird. Und diese Reise ist so sehr ein Baby, es verändert sich ein Leben, wenn man sich dafür eintscheidet. Inzwischen ist alles dran am Reisekind und es ist theoretisch lebensfähig.

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Und inzwischen sehen es die Menschen mir von weitem an. Ich bekomme Sitzplätze oder vielmehr ein Upgrade im Hostel angeboten. Und Familie und Freunde unterstützen mich mit so viel Liebe, Musik, Worten und Finanzspritzen, dass man noch gefühlsduseliger wird. Und die Anflüge von Was-mach-ich-hier-eigentlich-Übelkeit sind längst Geschichte. Auch der Heißhunger nach Alles-auf-einmal ist inzwischen verflogen. Ich habe Zeit und wenn Geld Blattgold ist, dann ist Zeit ein Goldbarren. Ich bin ohne Zweifel verliebt in dieses Reisebaby. Und es macht mich glücklicher als jede Entscheidung, die ich zuvor gefällt habe. Es lässt mich Dinge anders sehen, Wunder erkennen und Menschen lieben. Es zeigt mir, dass ich nur wenig von all dem wirklich brauche, was ich vorher für bedeutend gehalten habe. Und es bringt mich dem einzigen Ziel näher, das ich habe: Später einmal, kurz bevor der Vorhang fällt nichts zu bereuen.

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english
Being eight months pregnant. Seven months behind me. And this travelbaby has grown so much, that it’s impossible to wear the old skinny clothes i was wearing a long time ago. Seems like everything was so tight, so tunnel view, that i never ever wanna fit in again. Seven months ago i was sitting in the aircraft, test result positive, knowing that everything will change from now on. And this journey became so much a baby, because it changed a life. By now the baby theoretically is ready for living.

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And meanwhile people can see my travelpregnancy. They offer me a seat or even better an upgrade in the hostel. And family and friends are already supporting me with so much love, music, words and cash injections, that i’m getting even more sentimental than i already am. The what-am-i-doing-here-sickness left long ago. Even the all-at-once-munchies is gone now. I got time and if money is beatgold, time is a big gold bar. Without a doubt i’m deeply in love with that travelbaby. And it makes me happier than every decision i made before in my life. It makes me looking different at things, realizing wonders, loving people. And it shows to me, that i need nearly nothing of all the things i thought they would be important in life. And it brings me close the only goal i really got: to regret nothing in the end.

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4 thoughts on “travel-pregnancy”

  1. wundervoll geschrieben 🙂 die analogie zum kind sehr kreativ! weiter so.
    die liebsten grüße nach…

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