Vietnam – the video

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Nun, manche von euch werden dieses Video vielleicht wegen der Bilder von Halong Bay, Ninh Binh und Phu Quoc mögen. Ich werde nicht müde, das Video anzuschauen, wegen den zwei unglaublichen Ladies, die diese drei Wochen Vietnam unvergesslich gemacht haben. Danke, Ladies.

english
Well, some of you might like this video because of the pictures of halong bay, ninh binh or phu quoc. I love this video because of the two amazing girls who made three weeks in Vietnam unforgetable. Impossible to forget these weeks. Thank you, ladies.

vietnam from quadratur der reise on Vimeo.

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Taschen voller Zeit

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Wenn einen der Flieger in Saigon oder Hanoi ausspuckt, verschluckt einen erst einmal der Verkehr. Auch wenn man das schon aus Bangkok kennt, man gewöhnt sich einfach nicht so richtig daran. Das verhält sich wie mit Lebkuchen im Supermarkt ab Ende August. Die unter der StVO in Vergessenheit geratenen Urinstinkte kochen hoch, eine Straße zu überqueren, bläht sich zum Leben-am-Limit-Gefühl auf. In fünf Sekunden jagen 60 Scooter an einem vorbei, plus Autos, plus Radfahrer, plus Staub – und das aus allen Richtungen. Es ist stickig, es ist Smog, es ist der Geruch von frittiertem Chicken, es ist Lärm, es ist Vietnam. Und auch im Zug wird einem schnell klar, dass Rücksichtnahme hier kleingeschrieben wird. Das Leben ist hart und wer nicht Backpackerrucksäcke vom Verstauungsfach runterreißt um seine Reissäcke anschließend dorthin yu hieven, der bleibt auf der Strecke. Schön auch, muss man nur wissen. Freundlichkeit ist in den Großstädten Vietnams so rar gesäht wie gute Luft.

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Und dann kommt man in die kleinen Orte. Ninh binh, Hoi An und wie sie alle heißen. Und plötzlich bekommt man diesen wunderbaren Muskelkater im Handgelenk, weil man all den Kindern zurückwinkt, die einem lächelnd ein „hello“ schenken. Und in Restaurants hat man plötzlich sehr viele Freunde, wenn man beim Bestellen, nur um sicher zu gehen, Chicken, Kühe, Ziegen und Schweine aufmalt. Die Menschen sind gut. Man muss sie nur finden. Und allein die Tatsache hier mit zwei Freunden zu reisen, die nur drei Wochen Zeit haben, beschleunigt all diese Eindrücke. Ihre Neugier ist so gierig, wie es das Wort bedingt.

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Meine Neugier braucht mehr Zeit. In neuneinhalb Monaten Reisen wird der Affe Neugier zu einer Schildkröte. Das kann man dann Trägheit nennen, oder aber Tiefenentspannung. Das einzige, was meine Taschen ausbeult ist seit einigen Monaten die Zeit. Ich habe so viel davon, dass man damit hunderte Ballons aufblasen und Richtung Himmel steigen lassen kann. Der Körper hat sich an den ersten Gang gewöhnt. Und schon der zweite macht mir inzwischen schon zu schaffen. Durch dicken Nebel kann man sich noch an die Dauer-Rotation in Deutschland erinnern. Und das ganze Damals ergibt, mit dieser räumlichen und zeitlichen Entfernung nun gar keinen Sinn mehr. Irgendeine Erkenntnis muss dennoch noch unter den Strich geschrieben werden. Aber es ist Dezember und ich bin langsam geworden, im Denken, im Entscheidung fällen, im Entscheidung fällen wollen. Und wenn einen diese Reise eine Erkenntnis mit Edding hinter die Ohren schreibt, dann, dass sich morgen vielleicht ohnehin alles fügen kann. Eine gewisse Grundaffinität zum Aussitzen von Entscheidungen scheint also irgendwie angebracht bis weise.

english version

Pocket full of time

If the plane spits you out in Saigon or Hanoi, the traffic eats you immediately. Even though I know that from Bangkok, its still hard to get used to that. Its like gingerbread in the supermarket in august. And the caveman instincts that seemed to be lost because of the highway traffic act in Germany are coming back when I try to cross a street in Vietnam. Scooters, cars, bicycles, smog.

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And in the trains nothing is as wrong as consideration. One woman just took our bags, threw them into a corner and put her bags full with rice on the place instead. Okay, I got it, Vietnam. Kindness is as rare as fresh air in the big cities.
And then I went to the smaller places. Ninh Binh, Hoi An and some other villages. And BOOM, here I got these beautiful aching muscles because I was waving to the children all the time. And in the restaurants I suddenly had plenty of friends because we were drawing pigs, cows, goats and chicken on a piece of paper to order the right meals. The people are good. You just need to find them. And the fact that I m traveling with two friends, who only got three weeks, fast-tracks these experiences. Their curiosity is hungry.

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My curiosity needs more time. During nine months of traveling the monkey curiosity became a turtle. You can call that idleness or deep relaxation. The only thing that makes my pockets big, is time. I got plenty of it. And after all these months I can hardly remember the time back in Germany when I was rotating like a carousel. And with geographical and temporal distance that makes no sense at all anymore. And behind that thought there has to be a decision I guess. But now its December and I learned to be slowly in thinking, in making decisions, in wanting to make any decisions. And this trip taught me that every problem maybe solves itself by the time. Time will show. So trying to sit something out seems to be advisable and even wise.

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Rock’n’Roll in Vietnam

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Thailand. Boom. Und dann fliegt man raus aus Bangkok. Übermüdet, mit Übergepäck im Burstkorb und dann auch noch bei Regen. Und irgendwie ist trotzdem alles gerade unheimlich famos. Damit kommt man sich vor wie in einem Mittelklasseroman, der es auf Bestsellerlisten zwar nie bis ganz nach oben schafft, sich dank schmökerfreudiger Best-Ager-Frauen aber über Jahre stets in der Liste hält. Vietnam, also. Saigon. Und man wird aufgeregt. Hier wartet nicht nur ein fremdes Land sondern auch Freunde, auf die der Begriff Familie ohnehin viel besser zutrifft. Und diese Familie meint es gut mit einem, bucht ein Vier-Sterne-Hotel für eine Nacht. Es ist ein Kodakmoment, wenn man dann da schwitzend mit Backpackerrucksack und 2Dollar-FlipFlops reinschlunzt. Und dann nimmt einem der Portier den Rucksack ab, man wird in die weichen Polster der Lobbysessel komplimentiert und bekommt auch noch einen Welcomedrink in die Hand gedrückt. Diese Welt ist surreal und mir seit neun Monaten fremder geworden denn je. Aber irgendwie ist das RocknRoll und dann gibt man sich seinem Schicksal hin. Im Zimmer bekomme ich dann die Eigenheiten diverser Geräte erklärt. Spätestens seit ich die Dusche beim Schielen ins Badezimmer entdeckt hab, ist an Zuhören aber nicht mehr zu denken. Das Ding erinnert an vieles: Star Trek Beamer, Zeitmaschinen, stehende Solarien. Aber Duschen geht wohl auch. Dann macht man das mal.

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Und dann kommen die Mädels und handeln erstmal die Kioskmutti mit dem Bierpreis gekonnt runter. Als dann im Hotelzimmer Original Lidl-Wein aus der Tasche gezogen wird, menschelt es ausufernd. Das ist Freundschaft. Neben Hotelzimmerverwüstung (Stichwort: Rock n Roll Credibility) wird die ohnehin schon fortgeschrittene Gefühlsduseligkeit nun endgültig von der Leine gelassen. Ein Video mit Freunden und Familie aus der Heimat. – Man braucht nun definitiv mehr Wein und Bier. Die Minibar wird geleert und dann mit günstiger gekauftem Kioskbier wieder aufgefüllt. Profis, die Beiden.
Am Morgen danach wird am Frühstückstisch über das weitere Vorgehen der Hotelangestellten mit unserem Zimmer nach dem Checkout gemutmasst. Eine zweitägige Quarantäne kommt uns dabei nicht abwegig sondern vielmehr angebracht bis wahrscheinlich vor. Rock n Roll ist aber kein Rock n Roll ohne Bademantel. Deshalb wird vorm Auschecken noch mal ne Runde im Hotelpool auf der Dachterasse gedreht. Das süsse dekadente Leben. Fast wäre es einem abhanden gekommen. Die letzten Minuten werden dann im Zimmer ausgeschöpft bis die Rezeption einen freundlichen Checkoutaufforderungsanruf tätigt. Aber es braucht halt Zeit, bis man das doch eigentlich auch bezahlte Duschbad, Shampoo, Rasierer, Nagelfeilen, Conditioner, etc. im Backpackerrucksack verstaut hat. Für Bademantel und Hauspuschen war leider kein Platz.

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Und dann fällt man wieder in ein Dorm, tropfende Aircon, Gedränge im Bad, quietschende Bunkbeds aus Metall. Und irgendwie ist es doch auch wie nach Hause kommen. Und diesmal mit ein bisschen Familie. Und mit der will man ja auch was sehen. Also ganz oben stand Halong Bay auf der Liste. Und was soll man sagen, grosses Kino, vor allem wenn das Wetter mitspielt. Und wieder: RocknRoll in der Kajüte. (Ja wirklich, diese beiden vorangegangenen Sätze sind alles, was es in diesem Eintrag über Halong Bay zu lesen gibt. Ja, das ist ein Reiseblog. Aber nein, es ist nicht der Lonely Planet.)
Danke schon jetzt fürs Besuchen, für dieses Hotel, für diese offenen Ohren, fürs Familiesein, fürs Verständnis in diesen Tagen in denen ich neben mir stehe und für den RocknRoll.

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Thailand – the video


Thailand, irgendwie ist das schief gelaufen. Man hätte definitiv mehr von dir einfangen können mit der Kamera. Aber irgendwie war man abgelenkt. Aber am Ende kann man sich die Zeit in Thailand nicht besser wünschen. Phuket, Ko Samui, Koh Tao, Bangkok, Sukhothai, Chiang Mai – Jeder dieser Orte meisselt mir ein breites Grinsen ins Gesicht. Vielleicht hätte man das alles ohnehin nicht angemessen festhalten können. Aber zumindest hat man es versucht. Nachtmärkte, Sternschnuppen, Schwarze Farbe, Karottensaft, Sushi, lange Bustrips, Lichterfest, Kaffee am Morgen, Elefanten. Das war alles bezaubernd. Und auch wenn ich mit Worten eigentlich ganz gut kann, versuch ich erst gar nicht, dass irgendwie in welche zu fassen. Danke Thailand. Ich komme irgendwann zurück.

english version
Thailand, I feel sorry. Somehow I got the feeling I could have catched more of you for this video. But somehow I was distracted. But also: in the end, I couldnt imagine a better time or video. Phuket, Ko Samui, Koh Tao, Bangkok, Sukhothai, Chiang Mai – I cant think about these places without a big smile. And that made me simply forget to take the camera. Perhaps it wouldnt have been possible to catch all that magic anyway. But at least I tried. Night markets, shooting stars, buying black color, carrot juice, sushi, long bus trips, light festival, morning coffee, elephants – I loved it all. And even though Im not bad with words, I decide not to try to put it into words. Thailand, thank you and ill be back, someday.

thailand from quadratur der reise on Vimeo.