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Farbfilm best of worldtrip:

Farbfilm Indien:

India from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Kambodscha/Singapur:

singapore and cambodia from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Vietnam:

vietnam from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Thailand:

thailand from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Indonesia:

Farbfilm Australia:

Farbfilm New Zealand:

Farbfilm Cook Islands:

Farbfilm USA:

Farbfilm Mexico:

Farbfilm Tulum Energy:

Farbfilm 100 Tage Rumreiserei:

Farbfilm Bolivien und Peru:

Farbfilm Bolivia – Saltflats:

Farbfilm Argentinien:

Farbfilm Brasilien:

Farbfilm Dubai:

Farbfilm Südafrika:

Dubai – Ein Architekturporno

burj-khalifa1

Man kann in Dubai einen Tag ganz herrlich im ersten Einzelzimmer der Weltreise verbringen. Vor allem wenn dort ein dekadentes Doppelbett steht und die Müdigkeit mit Gewichten an den Augenlidern zieht. Und nur das über Lautsprecher hörbare Gebet in der nebenan stehenden Moschee zieht einen aus dem Schlaf.

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Man kann den Tag in Dubai aber auch mit Sha verbringen. Der kutschiert einen dann quer durch Dubai, zeigt einem die höchsten Hochhäuser, spendiert zwischendurch Chai und zeigt einem, wo die traditionellen Wassertaxen fahren.
Dubai ist seltsam. Einerseits steht man völlig geflasht auf dem Burj Khalifa, sieht die Wüste drumherum und glaubt, der Mensch kann alles erreichen, wenn er nur den Willen (und Geld) hat. Gleichzeitig trieft diese Stadt mit ihren Superlativen vor gebohnerter Dekadenz und übt sich mit ihrer Skihalle mitten in der Wüste in Umweltschutz belächelnder Jahreszeitenignoranz. Dubai ist ein Architekturporno. Hier toben sich die Architekten dermaßen gesetzlos aus, dass man sich wundert, dass die Schwerkraft noch nicht das Handtuch geworfen hat.

Meilensteine der Weltreiseplanung

weltreise-abschiedsparty 
Weihnachtsurlaub, endlich. Und die ersten zwei freien Tage und Nächte sind direkt für zwei zentrale Weltreiseplanungsprogrammpunkte draufgegangen. Beim Armdrücken, Ringen und Tauziehen mit Photoshop ist die Einladung für die Abschiedsparty im Februar endlich fertig geworden.
Und: heute hat sich am Horizont des Auslandsreisekrankenversicherungsdschungels etwas aufgetan, das mir ein sehr, sehr breites Grinsen ins müde Gesicht zaubert. In den vergangenen Monaten habe ich ja meine geplante Station in den USA wegen der damit durch die Sparschweindecke schießenden Krankenversicherungskosten verworfen. Die Vernunft war größer. Auch wenn sich da immer wieder dieser wehmütige Einwand in die Hirnrinde geschoben und das Totschlagargument gebracht hat: “Aber: es sind doch die U – S – A.”
Nun, und heute hat mich ein Krankenversicherungsangebot umarmt, mit dem, bei gleichem Leistungsumfang, nicht nur 500 Euro gespart werden, sondern auch ein 14-tägiger Aufenthalt in den USA mitversichert ist. Seit mir die Mitarbeiterin meine mehrmalige Nachfrage: “Echt jetzt?” fünfmal mit “Ja” bestätigt hat, mir die Gründe für das Schnäppchen nachvollziehbar aufzeigen konnte und auch Stiftung Warentest ein “Testsieger” drauf gestempelt hat, hab ich mir erlaubt, mich fortan vorbehaltlos wie Hulle zu freuen. Wieder einmal highfive mit der Entscheidung, die Reiseroute so offen und flexibel wie möglich zu planen.
Ich sehe Buchstaben über der Stadt. Ich sehe Blumen im Haar. Ach L.A., ach San Francisco. Kommt zu Mutti.

Logistiklogik

logistik

Donnerlittchen. Da denkt man ja am Anfang nicht dran, was da alles so dran hängt an einer Weltreise. Logistisch entspricht das ungefähr einer Sandaufschüttung Helgolands bei gleichzeitiger Herstellung und Sicherung der Wasserversorgung Gobis und Etablierung einer energiesparenden Stromzufuhr in Las Vegas. Derzeit werden verstärkt Listen und Tabellen darüber angelegt, wann was abgeschlossen, abgemeldet, gekauft, verkauft, weggeworfen, vorbestellt, gebucht, eingelagert, für die homebase sortiert, in Erfahrung gebracht, kopiert oder in den Arm geimpft werden muss. Nötig ist das, weil die Zeit fehlt, hinter die Dinge schon jetzt einen grünen Haken zu setzen.

Es ist ja auch nicht so, dass der Bohei keine Früchte abwirft: theoretisch könnte man sich die ersten Flugtickets, das Notebook, Daypack und die Krankenversicherung zulegen, denn alles ist nach bestem Wissen ausrecherchiert. Nur: so zwischen Tür (Arbeitstag) und Angel (Arbeitstag) will das nun auch wieder nicht emotionslos abgearbeitet werden. Aber es grinsen schon ein paar freie Tage vielsagend um die Ecke, die sich zutrauen, mir waghalsig ein „rien ne va plus“ in die Ohren zu schreien.

Derweil wird sich in Vorfreude und in der Klärung einer zentralen Weltreisegepäckbaustelle geübt: Welche Ohropax schützen vor Hostelschlafsaalschnarcher und lautstarke Actionfilmvorlieben bolivianischer Nachtbusfahrer? Ich rühme mich damit, sie alle in den vergangenen Monaten allmorgendlich angesichts unfreiwilliger Bauarbeiterpräsenz vor dem Schlafzimmerfenster getestet zu haben. Ein weites Feld: zu klebrig (Wachs), zu bunt, zu hart, zu teuer, zu weich, zu wenig verformbar, zu sehr verformbar… Nun habe ich sie gefunden: Cord Max. Ohropax: checked. Damit wär ja wohl der wichtigste Punkt der Reise abgearbeitet.

ohropax

Motiv

pass

Zwei freie Wochentage sind zum Nägel mit Köpfen oder Pässe mit Fingerabdruck machen da. Letztlich hat man die Nerven völlig verloren und für 81 Euro direkt einen Reisepass für Vielreisende beantragt. Der hat 16 Seiten mehr Platz fürs Suchen, Finden, Heimweh haben, Fernweh stillen, Verlieren, Gewinnen, Frieren, Aufwärmen, Erleben, Scheitern, Klüger werden, Glück verfolgen, dicke Haut zulegen, Häuten, Ballast abwerfen, Erinnerungen sammeln, Ehrfürchtig werden, Wachsen, Kennenlernen, Fremdeln, Rastlos sein, Ruhe finden, Einzelgänger sein, Menschen mehr als nur so mittel finden, Mutig sein, so tun als ob, Treiben lassen, Wurzeln schlagen, Vermissen, Abhaken, Wegrennen, Ankommen, Abenteuer, Abenteuer, Abenteuer. Yeha.

„And if you feel just like a tourist in the city you were born, then, it’s time to go
And you find your destination with so many different places to call home.”

You’re A Tourist – Death Cab for Cutie