intercontinental hearts

IMG_0581

Bisher hat Reisen fast immer auch eines bedeutet: Man wirft sich an Orte und in Situationen, in denen man Unbekannten begegnet. Und so schnell man mit ihnen in tiefen Gesprächen versinkt, so schnell kann der Sand in der Uhr auch schon wieder durchgerieselt sein und man bewegt sich auf dem Radar wieder in entgegen gesetzte Richtungen.
Diese Reise ist anders.

IMG_0575

Diesmal ist es anders. Diesmal ist das Wetter egal. Diesmal sind Sehenswürdigkeiten egal. Diesmal ist man nicht Reisende. Diesmal ist man Freundin. Man will also einen guten Eindruck machen, den unsichtbaren Parcour erfolgreich meistern. Gleichzeitig fällt man dadurch aber auch in kleine Orte und hört so wunderbare Geschichten und Erinnerungen, dass einem das Herz in der Brust glüht. Man versteht besser. Man sieht Dinge, die man vorher nicht gesehen hat. Man versteht das grosse Ganze und verliebt sich noch mehr. Nach gefühlten drei Stunden in Eatonville will ich dort leben. Die Menschen umarmen einen mit ihrem Humor und ihrer Gastfreundlichkeit. Ich gehöre zu ihr also gehöre ich zu ihnen. Und ich beginne nicht mehr weg zu wollen. Das kennt man nun schon.

IMG_0592

Diesmal ist es nur doppeltes Leiden wenn ich so neben mich schiele. Das wird wohl immer so sein jetzt. Das steht im Kleingedruckten. Des einen Heimweh ist des anderen Fernweh. Im besten Fall. Einer hat immer Heimweh. Im schlimmsten Fall. So ist das wohl, wenn sich zwei von verschiedenen Kontinenten auf einem dritten treffen und sich zusammentun. Zum Glück sind wir Reisende. Dreht man das Heimweh um, wird immer das Fernweh verwegen von der anderen Seite der Münze grinsen. Los ist also immer was. Und das wird es auch in Zukunft sein.

IMG_0597

Diese Reise drehte sich um Erinnerungen, Heimweh und Rückkehr. Die Menschen sind diesmal der Eiffelturm, die Freiheitsstatue, das Taj Mahal. Das Video? – Diesmal so sehr persönliches Einweckglas wie auch Hommage an die Liebe:

Usa2014 from quadratur der reise on Vimeo.

Merry Superbowl

sky

Der erste Langstreckenflug seit langem. Er hat sich angefühlt als wäre man ein kleines Kind, dass länger wach bleiben darf. Und dann schläft man doch ein statt Krawall und Remmi Demmi zu machen. Insgesamt 40 Stunden auf den Beinen. – Schlaflos, das passt wenn man nach Seattle fliegt. Der Tag durch die Zeitverschiebung gestreckt wie Soße durch eine Mehlschwitze. An Tagen wie diesen will die Sonne nicht untergehen. Besonders wenn man in die richtige Richtung fliegt. So hat sich das angefühlt, als man gereist ist, keine Wohnung hatte, es immer weiter ging, Flugzeuge vertraute Orte waren und einen keine Musik von der Bühne des Reisens runterkomplimentiert und zurück ins dröge Alltagsleben geworfen hat. Schön, das mal wieder zu atmen. Man könnte Weinen über den Wolken. Wein über den Wolken halten wir für die bessere Wahl.

taco

Und dann läuft alles wie erwartet. Angekommen in Seattle steht man erstmal in der Schlange. Das Mädchen hingegen wird zuhause willkommen geheißen und direkt durchgewunken. Es folgen zwei Jetlagtage voller Weihnachtsnachfeierei und Superbowldelirium. Merry Seahawks. Es war ein Spektakel. Man erinnert sich noch rudimentär an Bergen von Essen und Euphorie. Und wie es der Zufall so will, ging es kurz darauf ausgerechnet nach Denver. Die Stimmung war irgendwas zwischen beklemmend und passiv aggressiv als wir mit unseren Seahakws-Champions-Shirts am Flughafen ankamen.

crabscookie

Stimmung und Temperaturen in Denver waren also auf dem Tiefpunkt, will heißen -25Grad. Was bleibt, wenn man innerhalb von zehn Minuten in der Kälte ernsthaft um sein Leben fürchten muss: ein bezauberndes Apartment und eine unerschöpfliche Auswahl an unheimlich guten Restaurants in Denver. Lobsterburger, Sweet potato Fries, Rote Beete Shots und das nie aus der Mode kommende Taco Bell. Obendrauf eine Stunde Schlange stehen für Voodoo Donuts. Ich setze auf innere Schönheit und lasse mich gehen. Ein Tag Gym, fünf Tage Essen. Ich nenne es Balance.

beets shot

Und mit jeder Reise ploppen Fragen im Kopf auf wie Luftblasen im Whirlpool. Die USA. Nicht jede Erfindung ein Meilenstein. Und doch schielt mein deutsches Herz fasziniert auf die so viel cooleren Spielzeuge, die die Kinder hier haben. Woher kommen eigentlich die Eiswürfel die auf Kommando aus dem Kühlschrank fallen? Warum gibt es in Deutschland keine drive through Geldautomaten? Warum essen deutsche Küchenabflüsse keine Essensreste? Warum ist Spraycheese leider stark? Und warum bekommen wir in Deutschland nicht auch kostenlos Wasser, wenn wir in ein Restaurant gehen? Das beantwortet einem ja keiner. Also wirds einfach vorerst noch vor Ort genossen.

ice

denver day

IMG_0384

denver day4

burger

denevr day2

denver night

USA – the video

Es ist schwer mit Worten zu sagen, was in den Staaten gefunden wurde. Und was ich dort gefunden habe, ist schwer ohne die Worte Familie, Liebe und Magie zu beschreiben. Und es ist unvorstellbar, nicht zu erwähnen, dass der Blues kam, nachdem ich das Land verlassen habe. Und wahrscheinlich wird mich dieser Blues wieder dorthin treiben. Insofern ist er sogar gut für etwas, irgendwie. Aber jetzt sind Worte noch nicht einmal nötig. Denn es gibt ein Video – in Farbe und in Liebe. Music choice is not by mistake, it’s by design! (Don’t hassel the Hoff)

english:
Hard to put into words what I found in the States. Hard to try it without using the words family, love and magic. And impossible not to mention the fact that the big BLUES followed after I left. But probably this Blues will lead me back to them. So it’s good in some way. But now there’s no need for words. This video shows everything. Music choice is not by mistake, it’s by design! (Don’t hassel the Hoff)

crossing borders

santa-cruz16

Als ich diese Weltreise vor zweieinhalb Jahren vom Luftschloss-Level auf solides Fundament gehoben habe, war eines der Länder die ich unbedingt besuchen wollte, die USA. Nachdem mich New York vor zwei Jahren umgehauen hat, wollte ich sehen, was San Francisco und Los Angeles vermögen mit mir anzurichten. Nun stellt sich heraus, dass ich nicht den Hauch einer Ahnung hatte, was ein guter Grund ist, um in die Staaten zu fliegen.

dodgers

Die vergangenen 11 Tage sind so schnell an mir vorbeigerauscht, dass mich der Verdacht beschleicht, jemand hat am ganz großen Zeiger gedreht. Während dieser Zeit habe ich nichtsdestotrotz beide Stäte gesehen. Und beide waren atemberaubend auf ihre eigene Art. Ich hatte die besten Reiseführer, die dieses Land zu bieten hatte. Sie haben mich über die Golden Gate Bridge gefahren, zeigten mir unglaublich hohe Bäume, wir haben gemeinsam großartige Sonnenuntergänge gesehen, sie haben mich ihren phantastischen Familien vorgestellt, ich bin mit ihnen die Mission entlang gelaufen, den Hollywood Boulevard, sie haben mir Bel Air und ihre frühere Uni gezeigt (wo derzeit übrigens Real Madrid trainiert), sie haben mich berechtigter Weise zu einem Hike hoch zum Observatory gezwungen um einen atemberaubenden Blick über Los Angeles zu bekommen, sie haben mich in die Welt es japanischen Reis-Eis-Wunders entführt (Ich lote die Chancen aus, damit in Tulum einmal Geld zu machen.), sie haben mich an des Deutschen liebsten Fernsehstrand Malibu gefahren und sie haben mir sogar die Baseball-Regeln am lebenden Dodgers-Beispiel erklärt. Und wenn das alles wäre, wäre ich schon ein glücklicher kleiner Flummy. Aber ich war auch in Charlotte. Und sie haben mir gezeigt, dass sich Magie wiederholen lässt, sie haben mir die Stadt mit der Vespa gezeigt, sie haben die Kunst Geburtstags-Cookies zu backen formvollendet, sie haben mir Bier und das Gefühl, zu Hause zu sein, geschenkt.

alvin-and-the-water

Ich habe mich in jeden dieser Orte schwer verliebt. Aber um ehrlich zu sein: Ich hätte diese Menschen am kältesten und hässlichsten Ort in Alaska treffen können, und ich hätte es geliebt, einfach weil ich diese Menschen um mich gewusst hätte. Ich hätte für immer bleiben können. Während dieser Reise habe ich kein Reiseland mit einem derart schweren Herzen verlassen. Vorher hat sich keine Stewardess erkundigt ob alles okay sei und mir ein Taschentuch in die Hand gedrückt. Und ernsthaft: In Sachen Abschiede bin ich die schlechteste Person auf Erden. Mein Herz ist für so etwas nicht gemacht. Ich muss also wirklich etwas ändern wenn das Herz weiterhin derart glüht. Ich habe absolut keine Ahnung wie die Geschichte enden wird. Alles, was ich weiß, ist, dass meine Vorstellungskraft gerade sehr kreativ (oder verrückt?) wird, wenn es ums Schmieden von Zukunftsszenarien geht. Vielleicht will ich auch einfach nur die Grenzen des Realisierbaren austesten. Aber vielleicht gibt es diese Grenzen auch nur in unseren Köpfen.

eduardo

ENGLISH

When I started planning this world trip, one of the countries that had to be visited was the States. Main reason for it was, that I really wanted to visit San Francisco and Los Angeles. Well, it turned out, that I had no idea what a good reason for entering the States was.

emma-and-daniel

The last 11 days passed so fast, that I’m pretty sure, somebody moved time fast forward. During these days I saw the two cities I wanted to see. And both of them were awesome in their own way. I had the best travel-guides on my side anyone could imagine. They passed with me Golden Gate Bridge, showed me incredible high trees, we shared amazing sundowners, they introduced me to their beautiful families, they showed me the Mission, Hollywood Boulevard, their universities, Bel Air, they forced me (thanks!) to do a simple hike to the observatory to get an amazing view over L.A., they showed me the world of Rice-Icecream-Balls (I figure out the chances of running this business in Tulum.), they drove me to the most important beach for Germans Malibu (sorry for freakin out there, Paolo!) and they even showed me the world of baseball. And thats not all: I was in Charlotte. And they showed me how magic can be repeated, they showed me the city during a vespa ride, they fullfilled the art of baking birthday-cookies, they gave me beer and the feeling of being home.

In the end, I fell in love with all the places I’ve seen during these days. But to be honest: I could have met them in the coldest and worst part of Alaska, and would have loved it. Just because I had these people around me. I could have stayed for ever. During this trip I never, never, never left a country with such a heavy heart and a stewardess asking me if everything is okay and giving me a tissue. And seriously, I’m the worst person who ever existed in leaving and saying goodbye. My heart is not made for situations like this. So I really have to change something. And I don’t know how this story ends. All I know is, that right now, my mind is getting more than creative (or crazy?) while thinking about options. Perhaps I just wanna check out the borders of reality. But perhaps there are only borders in our minds.

Pictures San Francisco
[nggallery id=36]

Pictures Los Angeles
[nggallery id=35]

Pictures THE PEOPLE
[nggallery id=33]

in bewegt, bunt, mit Ton und kostenlos

Farbfilm best of worldtrip:

Farbfilm Indien:

India from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Kambodscha/Singapur:

singapore and cambodia from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Vietnam:

vietnam from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Thailand:

thailand from quadratur der reise on Vimeo.

Farbfilm Indonesia:

Farbfilm Australia:

Farbfilm New Zealand:

Farbfilm Cook Islands:

Farbfilm USA:

Farbfilm Mexico:

Farbfilm Tulum Energy:

Farbfilm 100 Tage Rumreiserei:

Farbfilm Bolivien und Peru:

Farbfilm Bolivia – Saltflats:

Farbfilm Argentinien:

Farbfilm Brasilien:

Farbfilm Dubai:

Farbfilm Südafrika:

Butter bei die Fische

weltkarte_faehnchen 
Tausendundeinmal hab ich es mir vorgestellt, in buntesten Farben ausgemalt. Es sollte ein sonniger, arbeitsfreier Tag sein. In meiner Vorstellung habe ich an nichts gespart. Der Laptop würde am Ende eines ausgerollten roten Teppichs stehen und jedes Tastaturdrücken hätte einen Trommelwirbel zur Folge. Glitter würde von der Wohnzimmerdecke rieseln, Nebelmaschinen hinter der Couch würden für die Spannungscredibility sorgen. Und aus den Lautsprechern würde ein Feuerwerk erster Güte funken.
So in etwa habe ich mir seit Monaten den Moment der ersten Weltreiseticketbuchung unbescheiden ausgemalt. Und es lief doch ganz anders: Heute habe ich offiziell den ersten Flug meiner Weltreise gebucht. Heute habe ich offiziell den ersten Flug meiner Weltreise gebucht. Heute habe ich offiziell den ersten Flug meiner Weltreise gebucht. (Ach, ein schöner Satz, den es noch zu glauben gilt.) Ohne Nebel, Glitter, Feuerwerk. Dafür aber mit: Mutti am Hörer und den beiden großen Schwestern auf der Schulter. – Somit waren das die besten vorstellbaren Umstände.
Frankfurt – Kapstadt und das Zauberwort (Tadaa):
buchungsbestaetigung
PANIK VORFREUDE PANIK VORFREUDE PANIK VORFREUDE. Atmen. HEUREKA!

Im Kinofoyer

flugzeuggucken3_q

Da soll gar nicht lange rumgedruckst werden. Als Biene wären Flughäfen meine Limo.
Bei einer Weltreise sind Flughäfen Anfang, Wendepunkt und Ende. Und es zieht einen immer wieder hin, weil sie die Stulle für den Hunger der Vorfreude sind. Flughäfen sind das Foyer im Kino. Dort riecht es nach Popkorn, man trifft Menschen die das Abenteuer schon hinter sich oder noch vor sich haben. Und man kann schon in die Kinosäle lunsen und Anfang und Ende heimlich mitgucken – Start und Landung. Insofern ist es völlig legitim immer wieder einem Knipswahn zu verfallen. Und bis ich dann im Frühjahr wirklich in die einzelnen Kinosäle gehe, werd ich mich ab und zu noch mal im Foyer rumtreiben. Und da kommt ja och n bisschen wat bei rum: Photooos.
Mehr Hieb- und Stichfestes: bald.

flugzeuggucken4_q

flugzeuggucken2_q

flugzeuggucken5_q

flugzeuggucken13_q

flugzeuggucken10_q

flugzeuggucken7_q

flugzeuggucken11_q

flugzeuggucken6_q

up in the air

1q_balloon2

Der Februar hat Wort gehalten und ist in einem Tempo vorbei gerauscht, dass ich nur noch mit einem Stofftaschentuch zufrieden hinterher winken kann. Und unterm Strich bedeutet das: Der Ein-Jahres-Hummeln-im-Hintern-Angstschweiß-Countdown zum geplanten Weltreise-Abflugdatum beginnt allmählich. Genau der ist jetzt in der rechten Spalte formschön in Grün, Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden zu finden. Huaarrr, yehaa, uffreschend.

2q_3split-kopie

3q_zug

4q_halle

5q_flughafen_rollfeld2