Weihnachtsgeschenke kaufen

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Mexiko ist das Ägypten Zentralamerikas. Auf jedem zweiten Berg wurden Pyramiden entdeckt, die von den Maya, Atzteken oder bis heute unbekannten Völkern errichtet wurden. Und es ist jedes Mal ein kleines Wunder, wenn man wie ein Nogger Choc bei 35 Grad im Schatten schmelzend die letzte Steintreppe erklimmt und die Sicht auf eine hunderte Jahre alte Stadt frei wird. Und wenn man dann durch die Gänge von Teotihuacan oder Monte Alban schleicht, stößt man überall auf hunderte Symbole. Diese Völker sind die Gottväter von Wingdings. Und unter jedem Baum, neben jeder Pramide sitzt oder steht ein Mexikaner mit Hut. Und jedes Mal ist die Sicht von der Spitze der Pyramiden so atemberaubend, dass man die riesigen Stufen vergisst, die einem auf dem Weg nach oben Waden wie Hulk bescheren.

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Da man, wenn man schonmal hier ist, die Chance nicht verstreichen lassen will, das Ende der Welt im Dezember aus erster Hand verkündet zu bekommen, wurde vor Ort investigativ nachgefragt. Und: Nichts deutet tatsächlich darauf hin, dass die Welt am 21.12. untergeht und wir alle in diesem Jahr also keine Weihnachtsgeschenke kaufen müssen. Der Maya-Kalender endet an diesem Tag zwar, aber wie bei der Arbeitswoche geht es voraussichtlich einfach nur wieder von vorne los. Schön, dann bleibt mir mehr Zeit für Asien.

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Durch diese Nachricht übermütig geworden, wurde das gleich mal mit Experimentierfreude gefeiert. Eigentlich hab ich sie erst in Asien erwartet, nun sind aber Grashüpfer auch in Oaxaca ein gängiger Snack. Nachdem die Marktfrau mein Zögern auf ihr Angebot, kostenlos zu probieren mit verständnisslosen Blicken quittiert hat, habe ich also Grashüpfer gegessen. Und sie schmecken nach nichts außer Chili und Zitrone, die Mexikaner scheinbar an alles machen – Vom Grashüpfer bis zum Bier.

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Und so wie die Maya Stein für Stein die Pyramiden errichtet haben, legen die Mexikaner Kopfsteinpflaster für Kopfsteinpflaster allmählich ihren Weg in mein Herz. In Mexiko findet man genau das, was in Peru so gefehlt hat. Und man erwischt sich selbst dabei wie man mit Vorurteilen in der Hosentasche zunächst nichts erwartet. Und dann schneiden einem die Mexikaner liebevoll ein kleines Loch in die Tasche sodass man alle Bedenken verliert. Die Menschen hier haben ein Herz so warm, dass es mit der Sonne hier konkurrieren kann. Sie freuen sich mit hochgerissenen Armen mit mir in der Bar, wenn Deutschland ein Tor schießt, bedanken sich, wenn eigentlich ich es bin, die sich bedanken muss und sie schreiben Hilfsbereitschaft in Großbuchstaben. Gut, dass man hier länger verweilt.

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